Aufnahme und Diagnostik

Wenn ein Kind Auffälligkeiten im Gebrauch der Sprache zeigt, muss ein „Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs“ AO-SF eingeleitet werden. Hierfür melden die Eltern zunächst ihr Kind an der zuständigen Grundschule an. Die Grundschule oder die Eltern müssen daraufhin einen Antrag auf Überprüfung des Kindes beim zuständigen Schulamt stellen. Wird dem Antrag stattgegeben, wird der Förderbedarf des Kindes in einem Diagnoseverfahren gemeinsam von einem Sonderpädagogen unserer Schule und einem Pädagogen der zuständigen Grundschule in Zusammenarbeit mit dem Amtsarzt ermittelt.
Wird durch das Verfahren ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt, legt das Schulamt mit Einverständnis der  Eltern, den Förderort des Kindes fest. Förderorte können sein:
•    Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache
•    Förderschule mit einem anderen Förderschwerpunkt
•    Grundschule mit Gemeinsamen Unterricht für behinderte und nicht behinderte Kinder

Es besteht auch die Möglichkeit, Schüler und Schülerinnen aus dem 1., 2., oder 3. Schuljahr zur Überprüfung zu melden. Gründe hierfür können beispielsweise erhebliche Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb durch nicht entdeckte Sprachentwicklungsverzögerungen sein. Bei diesen sog. „Seiteneinsteigern“ wird versucht, durch genaue Analyse der Probleme und Lernstrategien ein geeignetes individuelles Förderprogramm zu erstellen, das dem Kind ermöglicht, positive Lernerfolge zu erfahren und somit seine Schwierigkeiten nach und nach abzubauen.